Regest: Bemerkungen über die Aufführung von Julius Cäsar. Trotz des lebhaften Wunsches, Julius Cäsar nach der Übersetzung von Schlegel aufzuführen, sehe I. Schwierigkeiten durch die häufigen Verwandlungen, wodurch der Effekt unterbrochen würde. I. wünsche, dass Schlegel das Stück für die Bühne einrichte. I. habe vor 17 Jahren auf der Mannheimer Bühne das Stück gesehen. I. wolle deshalb seine Erfahrungen mitteilen: Zwei Hauptbegebenheiten während des Aktes dürften durch keine Theaterverwandlung unterbrochen werden. In Mannheim wurde das Stück deshalb in 6 Akte eingeteilt. I. lege ein Exemplar der  Gemeint ist vermutlich das vergleichende Szenarium der Schlegel'schen und der Mannheimer Fassung.
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Mannheimer Bearbeitung
bei, um die Szenenfolge anzuzeigen. Des Weiteren wäre zu wünschen, dass die Personenzahl, die bei Schlegel über 30 ausmache, vermindert würde. Es sei unmöglich, ein Stück von diesem Gewicht, mittelmäßig zu besetzen. Cicero müsse wegfallen. Ein Schauspieler von Bedeutung bleibe für diese Rolle nicht, ein unbedeutender könnte aber eine widrige Wirkung hervorrufen. Im 3. Akt, wo die Ermordung des Cäsars geschehe, sei keine Verwandlung möglich. Beschreibung des 3. Aktes in der Mannheimer Aufführung. Im letzten Akt könne eine Verwandlung vorgenommen werden.

Zitierhinweis

Iffland, August Wilhelm: Ifflands Bemerkungen über die Aufführung von Julius Cäsar. Berlin, 18. Oktober 1803 (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 11 vom 10.02.2021. URL: https://iffland.bbaw.de/v11/A0005429


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