Regest: Seit der Anwesenheit des Sängers Gern, welcher am Kurfürstlichen Theater in München engagiert sei, habe das Publikum den lebhaften Wunsch geäußert, den Künstler zu besitzen, das Parterre habe diesen Wunsch dem Künstler bei seinem letzten Auftritt zugerufen. I. habe lange gezögert, weil er dem Kurfürsten ein so bedeutendes Subjekt nicht habe entziehen wollen. Gern wünsche sehr nach Berlin zu kommen, auch wegen der kriegerischen Unruhen in Bayern. Gern verlange 15000 Reichstaler Gehalt und ein jährliches Benefiz. Da der Sänger Rau, der keinen Beifall beim Publikum finde, Ostern gekündigt werden könne, stünden der Kasse 1000 Reichstaler zur Verfügung. Die Gage von 15000 Reichstalern für Gern ist nicht so bedeutend, wenn man berücksichtige, dass Gern bei seinem Gastspiel dem Theater 4000 Taler eingebracht habe. I. bitte den König um Erlaubnis, Gern engagieren zu können.

Zitierhinweis

An Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Berlin, 10. November 1800. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 11 vom 10.02.2021. URL: https://iffland.bbaw.de/v11/A0009453


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