Regest: Die Erlaubnis, mit I. sprechen zu dürfen, sei ihm ein großer Trost. Die Lage des Danziger Theaters sei nicht so schlecht, wie sie sich in Berlin und Leipzig und in der Affaire um Demoiselle Quenzel gezeigt habe. Das Theater werde fast nur von der Garnison besucht, aus der Stadt fast gar nicht. Die Teuerung sei sehr groß, die Sterblichkeit hoch. - Madame Meinzer werde protegiert und herrsche. Madame Chodowiecky habe im Oberon gefallen, dürfe aber nicht die Fanchon und Armantine singen. Der Administrator Groddeck habe guten Willen und Ausdauer, aber er sei untergeordnet. Man sei sehr gespannt, was das Collegium Medicum in Königsberg auf die Anfrage des Königs, ob der König mit seinem Hoflager in Sicherheit den Aufenthalt in Königsberg nehmen könne, antworte. Das beweise, dass der König so bald nicht nach Berlin zurückkomme. - Die Lage der Schwester in Breslau sei unverändert schlecht. - G. wolle sich demnächst an die Bearbeitung von Stücken machen. I. möge ihm das kleine Lustspiel Die Theaterprobe und den neuen Jahrgang von I.s Theatertaschenbuch schicken.

Zitierhinweis

Von Sigismund Christoph Grüner. Danzig, 24. November 1807. Dienstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0008826


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