Regest: L. wolle jetzt sein Versprechen, von den beiden Winter'schen Opern Nachricht zu geben, erfüllen. Die Musik der Oper Der Triumph brüderlicher Liebe sei brav, aber eintönig. Das Werk sei eine herz- und kraftlose Opera seria. Es schade der Musik, dass man Voglers Komposition desselben Sujets noch im Ohr habe. Andernorts könne das Werk Glück machen, wie es in London der Fall gewesen sei. Die großen Erwartungen, die man an die Oper Der Frauenbund gehabt habe, hätten ihr geschadet. Nach der ersten Vorstellung habe man viel am Text verändert. Beide Vorstellungen seien kalt aufgenommen worden. Auch Winters Musik sei nicht mit Enthusiasmus aufgenommen worden, wenngleich sie Verdienste habe. Das Berliner Publikum werde dem Komponisten mehr Gerechtigkeit widerfahren lassen. - L. danke für die Aufführung seines Lustspiels und der Operette sowie dafür, dass I. auf den Theaterzetteln L.s Namen nicht genannt habe. L. habe mit Freude gelesen, welche Gnadenbezeugungen der König I. gewährt habe. Das Totenfest für die Königin habe I. Ehre gemacht. L. hoffe, Babo werde I.s Schauspiel die Hausfreunde kommen lassen.

Zitierhinweis

Von Matthias Georg Lambrecht. München, 20. März 1805. Mittwoch (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0008615


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