Regest: W. schickt sein Stück Die Söhne des Thals. Seit seiner frühesten Jugend sei das Theater seine Leidenschaft, die Werke I.s, Sprache, Lebendigkeit der Darstellung, Gediegenheit der Charaktere, Reife der Pläne und Zauber der Sprache, hätten ihn ergriffen. W.s Platzierung in Südpreußen lasse ihn kaum Zeit zum Schreiben. Dennoch habe er sich mit der Geschichte des Templerordens beschäftigt und Parallelen zur jetzigen Zeit gefunden. Das Stück sei jedoch nicht aufführbar, da es nur wenig Handlung habe. Ob es deswegen ein dramatisches Ungeheuer sei, möge I. entscheiden. Ob W. weitere dramatische Arbeiten vollenden werde, hänge davon ab, ob das Schicksal ihn in die Lage versetzte. Als Kammersekretär scheine es ihm nicht möglich. Jetzt arbeite W. an einem Trauerspiel, das die Eroberung Preußens zum Gegenstand habe.

Zitierhinweis

Von Friedrich Ludwig Zacharias Werner. Warschau, 4. August 1804. Samstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0008541


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