Regest: V. entschuldige sich wegen der Verspätung. Er habe für die Himburg'sche Buchhandlung eine militärisch-schriftstellerische Arbeit abschließen müssen. P. möge I. danken, dass er V. diese Arbeit übertragen habe. V. habe ihn wegen Rezensionen, die er gar nicht geschrieben habe, böse geglaubt. Was das Stück betreffe, so meine V., dass der Titel Reichthum und Thorheit passend sei. Eine treue  L' École des Bourgeois.
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Übersetzung
schiene ihm nicht zuträglich gewesen zu sein: 1. Im Stück werde der Pariser Ton vor 1789 geschildert. 2. fehle das Pikante, das der Deutsche fordere. 3. kenne man den Stoff schon aus Kotzebues Bruder Moritz. Es habe V. deshalb zweckmäßig geschienen, die Szenen in das neue Paris zu versetzen. V. habe dem Dichter einige französische Verse gegeben, da Fleck, wie sich V. entsinne, mit etwas Ähnlichem, großen Erfolg gehabt habe. V. unterstehe sich nicht, Rollen vorzuschlagen, wünsche sich, dass Mademoiselle Maaß die Rolle der Marton und Mademoiselle Mebus die Jüngere die des Jockeys übernehme.

Zitierhinweis

Von Julius von Voß an Michael Rudolph Pauly. Berlin, 6. Januar 1806. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0008528


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