Regest: Sch.s geistvolle Bearbeitung des Hamlet habe I. Vergnügen bereitet, jedoch könne er sie jetzt nicht auf die Bühne bringen. Die alte Schröder'sche Bearbeitung sei im Sinne und Kopfe jedes Theaterbesuchers gewesen, als die Schlegel'sche Bearbeitung erschien. Die Schauspieler hätten mühsam umgelernt. Eine ausgewählte Zahl habe an dem Vorsatz teilgenommen, die Menge nahm es als veränderte Lesart, das Unternehmen sei ohne Erfolg geblieben. Würde Sch.s Bearbeitung vor der von Schlegel erschienen sein, wäre sie erfolgreich gewesen. Jetzt sei es nicht tunlich, eine weitere Variante auf die Bühne zu bringen. Die Hausfreunde seien noch nicht von Göschen gedruckt. Die Jenaer Literaturzeitung habe in früheren Zeiten mit Bitterkeit und Spott über Stücke wie Elise von Valberg und Dienstpflicht geurteilt.

Zitierhinweis

An Friedrich Karl Julius Schütz. Berlin, 6. Januar 1806. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0008428


Kanonische URLDieser Link führt stets auf die aktuellste Version dieses Dokuments.

https://iffland.bbaw.de/A0008428