Regest: Aus Briefen und Zeitungen habe E. von den Eindrücken erfahren, die I.s Darstellungen in Breslau und Frankfurt gemacht haben. Ende des Monats komme E. nach Berlin. E. habe seine Mutter und Schwester von Teplitz nach Wien geführt. Im Theater gebe es in Wien wenig Freude. Feodora und Die Quäker von Kotzebue haben ihm nicht gefallen, auch Der Brief aus Cadix nicht. Die Oper Miranda von Kanne sei ebenfalls schlecht. Aschenbrödel werde sehr gut gegeben. Die Schauspieler würden schlecht bezahlt werden. Lange spiele wenig, Brockmann ohne Gedächtnis. Die Milder habe ein vorteilhaftes Engagement in Stuttgart. Die Eigensatz sei auf Antrag einer Gräfin, mit deren Gemahl sie lebe, aus den Kaiserlichen Staaten verwiesen worden. Der neue Ballettmeister Mazzarelli führe demnächst sein erstes Ballett auf. Nächstens würden Le faux Stanislas und die Jungfrau von Orleans gegeben. In den Stadttheatern habe man gestern Johann von Finnland von der Weißenthurn und die Oper Der Augenarzt von Gyrowetz gegeben. Graf Pálffy sei nicht nach Berlin gereist, weil er in Dresden gehört habe, dass I. nicht dort sei. Pálffy und Steigentesch danken I. mit Freundschaft und Achtung. Grüße an I.s. Frau, Mademoiselle Greuhm und an Rebenstein. Seit gestern sei Delmar mit seinem kranken Reisegefährten hier.

Zitierhinweis

Von Ephraim. Wien, 2. Oktober 1811. Mittwoch (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0007297


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