Regest: Sch. dankt für die ausgezeichnete Sorgfalt bei der Aufführung der Feodore, die auch dem Dichter, wenn er anwesend gewesen wäre, Genugtuung bereitet hätte. Kritische Bemerkungen gelten der Ausführung der musikalischen Teile, die dem Komponisten manchmal Qual bereitet hätte: Diese sei an vielen Stellen schleppend gewesen, die Tempi dürften um ein Drittel schneller sein. Auch würde der Chor, wenn stärker besetzt, beim Eintritt des Zaren entsprechend wirken. Er bedankt sich auch besonders für die ihm zugestandene Loge und dass die erste Wiederholung des Stücks so anziehend zusammengestellt sei. Er bittet allerdings darum, bei der nächsten Probe zu einer Ballettmusik noch einmal diejenigen Stücke von Feodore durchgehen zu dürfen, bei denen die Aufführung unsicher gewesen sei. Sch. bittet um die Adressen der Theater in Hamburg, Breslau, Frankfurt a.M. und München, um ihnen sein Stück anzubieten. Eine Nachschrift vermerkt, dass der Beifall am Ende nur dem Dichter und den Darstellern gegolten habe; er stelle I. anheim, bei der Wiederholung Schmidts Namen auf dem Theaterzettel zu drucken. Und er bittet um die Zuweisung eines Platzes.

Zitierhinweis

Von Johann Philipp Samuel Schmidt. Berlin, 13. Juni 1812. Samstag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0006176


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