Regest: P. bedankt sich erneut für die Zusendung des Romans Der Gesandte, dessen Stoff ihm glücklich gewählt und die Darstellung der Liebe zwischen Kronprinz und Prinzessin ihm gelungen scheint und aus dem ein Lustspiel gearbeitet werden könnte. Die eingesandte Oper hat er wegen Arbeitsüberlastung noch nicht lesen können. Auf V.s letzte Anfrage würde P. gern etwas Erfreuliches antworten. Doch steht die „Verleihung“ des Opernhauses außerhalb der Kompetenzen der Direktion, der König entschiede darüber allein. Die Direktion sei skeptisch: Ist die Erlaubnis in einem Fall erst einmal gegeben, könnten durchreisende Truppen oder auch einzelne Virtuosen auf das Haus Anspruch erheben. Dies und andere Überlegungen, die hier nicht ausgeführt werden können, dürften V.s Wunsche entgegenstehen. P. hat von Kapellmeister Weber Gutes über den Faust erfahren, P. wird ihn demnächst bei ihm hören.

Zitierhinweis

Von Michael Rudolph Pauly an Julius von Voß. Berlin, 4. Oktober 1812. Sonntag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 9 vom 10.12.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v9/A0006143


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