Regest: M. habe sich über die aus Berlin gekommene Nachricht, dass B. gut angekommen sei, gefreut. In vier Wochen wolle M. ihr persönlich seine Hochachtung versichern. Jetzt begnüge er sich, „den kleinen  Anspielung auf die Titelrolle des Stücks Fanchon das Leyermädchen.
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Fanchon Schuh
zu betrachten“
und bewundere es, ein so großes Talent in einer so kleinen Figur zu wissen. M. sei seit dem 5. Januar beim Herzog in Neustrelitz, wo er sich außerordentlich wohl befinde. M. habe 30 Friedrichs d'or wöchentlich, ein geheiztes Schauspielhaus, Dekorationen, Garderobe, Kapelle und Beleuchtung frei. Dazu kämen die Einnahmen. Von M.s Gesellschaft sei keiner in Stettin geblieben, hier sei man mit der Gesellschaft sehr zufrieden. Möser habe an M. geschrieben, dass er noch mit Madame Feige zusammenwohne und ihn besuchen wolle. In Stettin wolle man ein stehendes Theater errichten, deshalb wolle man in Berlin anfragen. B. soll raten, ob M. an Iffland schreiben solle. - Neustrelitz sei sehr schön gebaut, die Umgebung bezaubernd, nur vermisse M. die guten Häuser von Stettin, die B. zum Teil kenne. M. sei nur einmal zum Maskenball gegangen, den der Herzog im Winter alle 14 Tage gebe.

Zitierhinweis

Von Hans Heinrich Meyer an Friederike Auguste Konradine Unzelmann. Neustrelitz, 27. Juni 1805. Donnerstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005638


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