Regest: Die Absenderin ist ein Opfer der preußischen Niederlage von 1806/07. Sie habe Ruhe und Wohlstand verloren und sei auf Bitten ihres Mannes mit vier Kindern auf ihr Gut gezogen und kämpfe dort mit „Schulden, Kummer und Sorgen“; ihr Mann und ihr ältester Sohn seien 2½ Meilen von ihr weg stationiert. Sie schreibt zur Zerstreuung nach den anstrengenden Tagesgeschäften und schickt I. zwei kleine Lustspiele, über deren Entstehung sie berichtet: Der glückliche Morgen und Der doppelte Geburtstag. Um deren Aufführung auf der Berliner Bühne bittet sie, weil sie auf die Einnahme angewiesen wäre. Sie weiß, was es heißt, sich der Kritik des Verfassers von Die Jäger und Der Herbsttag auszusetzen, doch setzt sie auf dessen Güte und deutet die Möglichkeit für einen Besuch in Berlin an. Sie bittet auf jeden Fall um eine Antwort an die Frau Akziseeinnehmerin Jablonsky in Gombin, Großherzogtum Warschau.

Zitierhinweis

Von N. N. Ohne Ort (Großherzogtum Warschau?), ohne Datum (1812?). (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005533


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