Regest: Vor Erbauung des Schauspielhauses habe der Röhreninspektor Jachtmann angeboten, die Erwärmung des Schauspielhauses durch ein System von Röhren zu bewerkstelligen. I. habe das damals Langhans mitgeteilt. - Es sei bekannt, dass in großen Gebäude Zugluft herrsche. Im neuen Schauspielhaus sei sie aber besonders stark. Im Winter, wenn noch die Kälte dazukomme, sei das sehr unangenehm. Auch leide I.s Gesundheit darunter. Man könne sogar sehen, wie sich die Kleidungsstücke, die die Schauspieler trügen, in der Zugluft bewegen. Dadurch leide auch die Theaterkasse, denn die Zuschauer blieben weg. I. habe deshalb Herrn Jachtmann gebeten, eine Röhrenleitung anzubringen. I. habe sich von Jachtmann einen Riss erbeten, den I. dann den Architekten des Hauses und Graf von der Schulenburg vorlegen wolle. Nach der ersten Begehung mit Jachtmann habe I. erfahren, dass die große Hälfte der über dem Amphitheater verlaufenden Bedachung keine Bretterbekleidung habe. Die durch die Ziegelspalten eindringende Luft komme daher. Ferner habe Jachtmann gemeint, dass alle Brettterfugen mit Papier beklebt werden sollten. Auf dem Malerboden und an der Wand des Orchesters sollten Röhren zum Heizen verlegt werden. - Da I. von Pauly erfahren habe, dass M. über diese Vorgänge nicht unterrichtet sei, habe I. ihm vor der morgigen Zusammenkunft diesen Bericht geben wollen.

Zitierhinweis

An Johann George Moser. Berlin, 8. Juli 1805. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005496


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