Regest: T. hat von seinem Bruder und seiner Nichte erfahren, dass diese unter dem Schutz von I. die Bühne in Berlin betreten habe. Er dankt I. dafür, denn Auguste Düring, die ihren Vater bei ihrem Eintritt in die Welt verloren habe, sei ihm als Kind eine Tochter gewesen. Er hofft auf ihr weiteres Wohlergehen und ihren Erfolg in Berlin. I. sei seit zwei Jahren wieder mit dramatischen Versuchen von T. heimgesucht worden. Es liege nun ein dritter Versuch - ein Trauerspiel in Jamben - in der preußischen Gesandtschaft, um nach Berlin verschickt zu werden. T. hofft darauf, dass einmal ein solcher Versuch trotz seiner Schwächen aufgeführt werde. Er und die Seinigen sehnten sich nach der Rückkehr nach Berlin. T. träumt davon, in I.s sich immer weiter vergrößernden Wirkungskreis einen Platz zu finden. Graf Pálffy wollte ihn beim Wiederantritt der Direktion zurückhaben, aber die Intrige, die er dazu eingefädelt habe, wäre zu seinen Lasten gegangen, weil sie ihn als Treulosen  Laut Zusatz zur Unterschrift arbeitete Tilly in der „Kanzlei der kaiserl. französischen Ambassade“.
 [Schließen]
in seiner jetzigen Stellung
hätte erscheinen lassen. Eine redliche Erklärung von seiner Seite hätte ihn in jene Sphäre zurückgeführt, die er, selbst nach dreißig Jahren des Missgeschicks darin, noch immer liebt.

Zitierhinweis

Von Johann Baptist Tilly. Wien, 16. Juni 1812. Dienstag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 9 vom 10.12.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v9/A0005398


Kanonische URLDieser Link führt stets auf die aktuellste Version dieses Dokuments.

https://iffland.bbaw.de/A0005398

Versionsgeschichte

Dieses Dokument liegt auch in älteren Versionen der digitalen Edition „Ifflands Archiv“ vor. Die Versionen, die eine Änderung gegenüber der jeweiligen Vorgängerversion beinhalten, sind mit hervorgehoben.