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Regest: Sch. schickt ein Schauspiel mit der Bitte zu prüfen, ob es sich für eine Aufführung in Berlin eigne, in diesem Fall eine Abschrift zu nehmen und das Manuskript zurückzuschicken. Das Stück verdankt sich einer zufälligen Idee und wurde in der knappen freien Zeit niedergeschrieben, um seine „Ansicht von der Algewalt väterlicher Liebe und kindlicher Pflicht unter allen Nationen und Religionsbekennern, auszudrücken“ und seinem Vater eine Geburtstagsfreude zu machen. Freunde, die bei der häuslichen Aufführung zugegen waren, hätten auf die Weitergabe an das örtliche Liebhabertheater gedrängt, wo das Stück mit Erfolg gegeben worden sei. Er habe lange dem Drängen seiner Eitelkeit widerstanden, das Stück zu größerer Publizität zu bringen, gebe ihr jetzt aber im Vertrauen auf I. nach. Sch. sei seit seinem kurzen Besuch in Berlin im April vorigen Jahres von I.s Güte überzeugt. Sch. hofft, dass I. eine Rolle in dem Stück übernimmt, was ihn mehr befriedigen würde als jedes Honorar, wenn nur einige Tränen getrocknet würden, die drückender Mangel verursacht habe. Sch. schlägt vor, eine Benefiz-Vorstellung des Stücks am Geburtstag des Königs zu veranstalten und die Einnahmen für wohltätige Zwecke zu verwenden. Falls I. das Stück anderen Nationaltheatern mitteilen wolle, stehe ihm das frei. Nur was den Druck angehe, bestehe er auf Mitsprache.

Zitierhinweis

Von Karl Ludwig Wilhelm von Schmeling. Cöslin, 24. Mai 1812. Sonntag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005365


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