Regest: Auf I.s Schreiben vom 5. habe die Polizeidirektion einige Einwände, die sie mitteilen wolle. Man sehe bei einem Feuer die größte Gefahr im Gedränge des Publikums. Deshalb müssten an die Offizianten (wie Logensteher) Anweisungen ergehen. Weiterhin sehe man Probleme, die durch die große Höhe des Gebäudes, insbesondere des Daches, entstehen würden. Die angrenzenden Gebäude seien in Gefahr, weil es keine Möglichkeit gebe, die Spritzenschläuche nach oben zu bringen. Man schlage vor, wenn es der Bau erlaubt, in den Ecken des Hauses Türme mit steinernen Treppen anzulegen, um so einen Spritzenschlauch auf das Gebäude führen zu können. Auch müssten unter den Türmen Brunnen angelegt werden. Es folgen weitere Verbesserungsvorschläge. So sollten z.B. Rettungsleitern zum Aussteigen aus den Fenstern angefertigt werden, weil die Treppen im Haus nur aus Holz bestünden. Glatz solle Modelle für diese Treppen anfertigen. Auch solle Glatz, weil er das Gebäude am Besten kennt, die Löscharbeiten dirigieren. Dem Kastellan müsse jemand zur Seite gestellt werden, der ihn zugleich kontrolliere. - Im Übrigen sollten des Öfteren Visitationen durch den Feuerherrn des Reviers Weitzel, den Polizeikommissar Niesner und den Oberspritzenkommissar Reisinger erfolgen. - Das Schreiben ist von Eisenberg und Brandhorst unterschrieben.

Zitierhinweis

Vom Polizeidirektorium. Berlin, 18. Januar 1803. Dienstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005355


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