Regest: W. hat der Empfängerin des Briefes Bruchstücke aus seiner Tragödie Virginia , seiner ersten Arbeit für das Theater, vorgelesen und ist von ihr zur Vollendung ermuntert worden. Ihre Frage, ob er sein Inkognito ablegen wolle, verneine er. Die Entscheidung, ob die Chöre besser gesungen oder gesprochen werden, überlässt er der Theaterdirektion, obwohl der der Krieger im 4. und der der Frauen im 5. Akt für den Gesang geschaffen wurden. Von Weber erhoffe er sich die musikalische Bearbeitung und die Ergänzung durch eine Ouvertüre. Warum der dramatische Effekt den Tod des Appius verlangt, will ihm nicht einleuchten, er ist aber bereit, die entsprechenden Stellen umzuändern. Sie möge Iffland bitten, eine Rolle in seiner Tragödie zu übernehmen; er habe ihn schon bei der Niederschrift verschiedener Stellen im Geiste sprechen hören.

Zitierhinweis

Von W. an Marianne Müller. Frankfurt am Main (?), 17. April 1812. Freitag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005334


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