Regest: P., der vorerst anonym zu bleiben wünscht, schickt I. nach einer ersten Anfrage die Übersetzung  Den Namen der Figuren, die P. im Brief vom 26. Juli nennt, und einer Angabe auf einem Zettel in der vorliegenden Akte nach handelt es sich um Matthew Gregory Lewis: The Castle Spectre. A Drama in five Acts (1798 u. ö.). Eine deutsche Übersetzung ist derzeit nur von Heinrich von Fabrice nachweisbar (1765-1848): "Osmund. Trauerspiel in 3 Aufzügen, aus dem Englischen frey bearbeitet nach Lewis Castle Spectre", in: H. v. F.: Gedichte und Lieder. Altdorf 1826.
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eines englischen Schauspiels
, die erste Arbeit aus seiner Feder. Das in Deutschland noch gänzlich unbekannte Stück interessierte P. wegen seines Inhalts; die Übersetzung begann er zu seiner eigenen Unterhaltung. Die Übersetzung ist frei, er bemühte sich, die vielen Fehler der Vorlage zu verbessern, vieles aber musste bleiben (z.B. „der Anachronismus des Sclavenhandels in den Ritterzeiten“), weil es wegzukürzen oder zu bearbeiten dem Stück sehr geschadet hätte. P. wohnt einige Meilen von Berlin weg, reist aber am 8. Juni an, um einige Tage zu verweilen. Er erbittet sich eine Antwort über die  Identifizierung der Person unsicherGeneralin von Zawadzki, Oranienburger Straße Nr. 37. Eine Nachschrift bittet um Entschuldigung für die Handschrift und die Orthographie des diktierten Manuskripts.

Zitierhinweis

Von M. v. P. s. l., 28. Mai 1812. Donnerstag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0005282


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