Regest: Bittschrift an den König, in dem A. einen „Kreditor“zu finden hofft: Alborn habe mit fünfundzwanzig Jahren eine Frau geheiratet, der es nicht in den Sinn gekommen sei, dass sie eine Wirtschaft zu führen gehabt habe. A. sei ein umgänglicher Mensch, aber es habe nichts genützt: „Sie ging vom Müßiggang zur Schwelgerei über, so das ich mich genöthigt sah mich mit ihr zu trennen“, was Bekannte zunächst verhinderten, so dass die Ehe insgesamt sieben Jahre dauerte und ihr ein Sohn entsprang. A. habe im Nationaltheater auch nachts gearbeitet und 10 Taler monatlich verdient, doch habe dies nicht ausgereicht, den Lebenswandel der dem Trunk verfallenen Frau zu bezahlen. Schließlich habe er die Scheidung eingereicht und sei nach einem Jahr und neun Monaten geschieden worden. Auch seines Sohnes wegen habe er wieder geheiratet, eine Frau, die zwar arm aber gutartig sei, doch sei er mit 165 Talern völlig überschuldet, da er von seinen zehn Talern diese nicht abbezahlen könne. Selbst einer armen alten Witwe, die ihm aus der Not geholfen habe, schulde er 25 Taler; sie drohe nun selber in Not zu geraten. A. bitte den König um ein Darlehen in Höhe seiner Schuld, die er mit zwanzig Talern jährlich zuzüglich der Zinsen abzutragen verspreche.

Zitierhinweis

Von Joachim Friedrich Alborn an Friedrich Wilhelm III. Berlin, 13. Oktober 1801. Dienstag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0004874


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