Regest: Dank für die Beurteilung seiner und seiner Frau artistischen Fähigkeiten. R. spiele seit 20 Jahren meist nur jugendliche Charaktere und Helden. Es sei natürlich, dass ihm jetzt in den väterlichen Rollen noch etwas davon anklebe. Das werde sich bald ändern, denn I., als Meister, werde R. schnell auf die rechte Bahn führen. R. bitte sehr, ihm seine Hand nicht zu entziehen. Die Vorwürfe in Betreff der Darstellungskunst seiner Frau seien gerechtfertigt. Sie werde aber besser spielen, wenn sie mehr Routine bekomme. Die Art, wie sich das hiesige Parterre gegenüber Künstlern benehme, scheine nicht geeignet, Mut und Begeisterung zu wecken. Die Rolle in Die Eifersüchtigen habe sich R.s Frau selbst zum Debüt gewählt, denn sie habe die Rolle bei Schröder oft gespielt. I.s Erinnerungen werde R.s Frau zu befolgen suchen. R. selbst fühle sich im Stande, alle Rollen zu spielen, auch die ärgsten Misshandlungen des Publikums brächten ihn nicht aus der Ruhe. I. möge R. eine Viertelstunde Zeit schenken, damit R. ihm den  Rolle in Das Mädchen von Marienburg. R. spielte die Rolle am 13. Dezember zum ersten Mal.
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vorführen könne.

Zitierhinweis

Von Carl Reinhard. Berlin, 12. Dezember 1803. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0004737


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