Regest: B. schickt das von I. in seinem Schreiben vom 11. September erbetene Lustspiel Mittel und Wege und fügt ein zweites bei: Standesproben, wovon B. denkt, dass es, „wenn es mit demselben leichten Humor, womit ich es schrieb, dargestellt wird, vielleicht nicht mißfallen dürfte.“ In Mittel und Wege habe die Wiener Zensur keine Streichungen verlangt; er erlaubt jedoch I., wenn er es für nötig finde, solche. Die Rollen von Till und Baffler sollen gut besetzt werden. Bei der Annahme von Standesproben würde er sich mit der Hälfte des für das andere Stück zugesagten Honorars zufrieden geben. „Das hiesige Theater, welches lang zur Auszehrung disponiert schien, wird nun wahrscheinlich an der Wind- und Wasser-Sucht zu Grunde gehen.“ Es brauche einen neuen Grundbau, wie ihn I. in Berlin errichtet habe.

Zitierhinweis

Von Franz Joseph Mario von Babo. München, 21. September 1811. Samstag (Regest). Bearb. v. Markus Bernauer. In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0004658


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