Regest: Z. berichtet davon, dass es vor einigen Jahren in Berlin eine Sozietätsgesellschaft gegeben habe, die unter dem Namen Hagen'sche Gesellschaft bekannt gewesen sei. Für diese in einem kleinen Theater spielende Gesellschaft habe eine Mann, der sich nicht zu erkennen gegeben habe, Kritiken der Aufführungen geschrieben. Diese Kritiken erschienen jedoch nie öffentlich, sondern wurden der Gesellschaft zugeschickt. Sie seien stets ohne Spott und Bitterkeit, mit Sachkenntnis und Geschmack abgefasst gewesen. Die Schauspieler hätten diese Kritiken gern und mit Gewinn gelesen. Die jetzt stattfindende öffentliche Kritik an den Künstlern des Nationaltheaters sei nicht nützlich. Z. sei der Meinung, öffentliche Beurteilungen, weder Lob noch Rüge, könnten nicht nützlich sein. Z. wolle sich jenen Unbekannten zum Vorbild nehmen. Er wolle aber nur das, was ins Fach des Theaterinspektors und Theatermeisters fällt, also Dekorationen und Verwandlungen, beurteilen. Z. wolle heute mit dem Stück Das Labyrinth anfangen. Man habe auf hiesiger Bühne niemals zuvor einen solchen Aufwand und Fleiß in Beziehung der Dekorationen gesehen. Zu Recht habe das Publikum Herrn Verona und Herrn Glatz gedankt. In der Folge zählt Z. eine Reihe von vermeintlichen Fehlern auf.

Zitierhinweis

Von Z. Berlin, kurz vor 22. oder 23. Juli 1803 (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 10 vom 28.08.2020. URL: https://iffland.bbaw.de/v10/A0004246


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