Regest: D. habe sich beschwert, dass es ein Eingriff in sein Privileg sei, wenn das Nationaltheater in anderen Druckereien drucken lasse, und dass er keinen Gewinn aus dem Druck der Arienbücher und Theaterzettel ziehe. Aus den Akten von 1787 ergebe sich, dass der damalige Oberdirektor Herr Berger dem Drucker Decker auf den Einwand, dass keine Drucke mit Bezug auf das Theater in einer anderen Druckerei gedruckt werden dürften, abschließend geantwortet hat, dass das Theater nicht als Hoftheater erklärt worden sei. Das Theater könne drucken lassen, wo es wolle. Der verstorbene Drucker Decker habe es dabei bewenden lassen. Man habe übrigens die Billets in die Ungersche Druckerei gegeben,weil sie einen Holzschnitt und eine besondere Schrift hätten. Was die Arienbücher betreffe, müsse D. sich mit dem Rendanten besprechen. Wegen der künftigen Form, Art und Behandlung der Komödienzettel werde die Theaterdirektion durch Herrn Pauly dieser Tage Rücksprache mit der Deckerschen Druckerei halten.

Zitierhinweis

An Georg Jakob Decker. Berlin, 8. Dezember 1801. Dienstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0003691


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