Regest: Sch. habe inzwischen die Oper Elfriede erhalten. Das Sujet sei nach dem bekannten Gedicht in zwei Akten bearbeitet und die Musik sei vortrefflich. Sch. zweifle nicht, dass sie in Berlin gefallen werde. Bevor er sie übersetze, soll I. sagen, wie er die Bearbeitung wünsche, da viele nur vom Flügel begleitete Rezitative darin vorkämen. Sch. wolle für die Übersetzung 8 Friedrichd'or und folgende Musikalien aus Berlin, die er sich kopieren wolle: Dido von Piccinni, Roland von Haydn und La fée Urgèle ou Ce qui plait aux Dames von dem verstorbenen Kapellmeister Schulz. Sch. gebe sein Wort, dass er davon keinen für I. nachteiligen Gebrauch machen werde. Sch. habe folgende Opern, die er I. zum Tausch überlassen würde: Glucks Iphigenia in Aulis (die in Tauris sei schon in Berlin gegeben), Nina von Paisello, die Oper gleichen Namens von Dalayrac und die, die er von der Unzelmann in Berlin spielen gesehen habe, übertreffe. Des Weiteren besitze er von Cimarosa die Oper I due supposti conti.

Zitierhinweis

Von Johann Otto Heinrich Schaum. Hirschberg, 25. Juni 1800. Mittwoch (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0003428


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