Regest: K.s Erklärung zu einem Vorfall mit dem Bankier Bendix am 3. September: K. sei mit seiner Frau im Theater gewesen und habe sich in die große Loge im zweiten Rang auf die letzte Bank setzen müssen, weil das Theater voll war. Bendix sei von seinem Platz aufgestanden und habe sich vor seine Frau gestellt, die nichts mehr sehen konnte. Daraus habe sich ein Streit entwickelt. Der Bankier wollte sich nicht setzen, habe ein „Zeter-Geschrey“ angefangen, habe gemeint, er sei kein „Hundejunge“ und habe viel Geld. Daraufhin habe K. ihm gesagt, er sei seiner Aufführung nach ein gemeiner Jude. Schließlich habe K. den wachhabenden Unteroffizier geholt, sei aber dann gegangen, weil Bendix sich nicht beruhigt habe. K. habe Bendix nicht beleidigen wollen und meine, dass der Strafe verdiene, der glaube, das Publikum stören zu dürfen, weil er viel Geld besitze.

Zitierhinweis

Von Gottfried Christian Günther Kaselitz. Berlin, 6. September 1799. Freitag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0001119


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