Regest: „Fortsezzung“: - 21. August: Das Mädchen von Marienburg, Einnahme 145 Reichstaler. Man habe das Gerücht verbreitet, der König von Schweden sei inkognito im Theater gewesen. Das stimme aber nicht, denn er habe beim Kronprinzen gespeist. - 22. August: Probe von Axur. Am Abend Er mengt sich in Alles und Der kleine Matrose, der Kronprinz mit Gemahlin waren anwesend. Einnahme über 120 Reichstaler. Musikdirektor Weber und Mad. Eunicke wünschen Änderungen auf den Theaterzetteln. Über die Tänzer in der Aufführung der Iphigenia. Fleck wünsche, dass Iphigenia bald wieder gespielt werde. - 23. August: Axur wurde gespielt, der Kronprinz und seine Gemahlin waren da. Einnahme über 170 Reichsthaler. Bericht über Streitigkeiten zwischen dem Sänger Franz und der Schauspielerin Döbbelin. - 24. August: Die Jäger „gingen ganz vortrefflich“, Einnahme 120 Reichstaler . - 25. August: „Erste Stückprobe, von Jolantha. Der Kronprinz und Gemahlin besuchten wieder die Iphigenia, fuhren nach dem 2. Akt nach Bellevue, 200 Reichstaler Einnahme. Er habe I.s Brief erhalten und gehe zu Fleck. - 26. August: Von Fleck sei von „9 bis 12 Uhr, die GeneralProbe von Jolantha mit „allem ersinnlichen Fleis gehalten“, die Musik von Weber habe gefallen. Bei der Vorstellung der Jolantha waren der Kronprinz und seine Gemahlin zugegen, Einnahme 250 Reichstaler. Bericht über das Spiel der Schauspieler Fleck, Herdt, Frau Unzelmann, Bethmann, Böheim. Es habe Unruhe im Publikum gegeben, das Publikum habe „geklatscht, getrommelt und gepfiffen“. R. finde das Stück langweilig. - 27. August: Der Kronprinz und seine Gemahlin waren wieder einen Akt lang anwesend, fuhren dann nach Bellevue. Sie sollen die gestrigen Äußerungen im Theater ungnädig aufgenommen haben. Der Präsident von Eysenberg, Fleck und der Polizeirat Köhls wollen die Angelegenheit untersuchen. Ein gewisser Schulze solle der Anstifter gewesen sein. Heute wurde Jolantha gegeben, Einnahme nur 50 Reichstaler, das liege am himmlischen Wetter. Morgen erste Probe von Töffel und Dorchen. Frau Unzelmann sei mit Elise von Valberg noch nicht fertig. R. berichtet in einer Beilage über den Schulze, der für die Unruhe bei der Aufführung von Jolantha verantwortlich sein soll. - 28. August: Aus der Partitur von Töffel und Dorchen seien die Arien und Gesänge abgeschrieben worden. Fleck war bei Schulze, der nun eine „Galgenangst“ habe. Fleck sei am Sonnabend sehr gefasst gewesen. - 30. August: Es bleibe bei Jolantha. Laut „Journal für Theater und andere schöne Künste“, 1797, Bd. 4/I, S. 65 wurde am 30. Iphigenia und am 31. Jolantha gegeben.
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„So wie am 31. August bey Iphigenia.
- 1. September: 1.: Statt Elise von Valberg werde Die Aussteuer gegeben. Mad. Unzelmann könne in der Zauberin Sidonia nicht mehr singen. Das Repertoire müsse geändert werden. R. überschickt den Entwurf des Repertoires vom 2. bis 8. September: 2.: Ariadne, Der Postzug, 3.: Iphignia, 4.: Klara von Hoheneichen, 5.: Der Wildfang, 6.: Baum der Diana, 7.: Elise von Valberg, 8.: Der Gutherzige, Töffel und Dorchen. - R. bemerkt, dass zu den Stücken Das Blatt hat sich gewendet und Die Tochter der Natur „ordentliche Nachspiele“ fehlen, Das Milchmädchen würde sich dazu eingnen, auch Der kleine Matrose, das letztere Stück sei aber zu lang. - „N. S. Mont. um 12 Uhr Mittags“. Fleck habe sich bemüht, den Spielplan „zum Besten der Casse“ zu ändern. R. berichtet von Änderungen im Spielplan. „Dienst: statt Jolantha - Die Jäger - Freyt: statt Jolantha - Iphigenia. Mit Mad. Schick sei darüber gesprochen worden. Sonnabend und Sonntag werde Jolantha gespielt. - R. bittet I., an Fleck ein Dankschreiben zu senden.

Zitierhinweis

Von Hermann Friedrich Rüthling. Berlin, 28. August 1797. Montag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0000045


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