Regest: R.s Arbeit erhalte sich mit gleicher Liebe beim Publikum und I. ehre R., indem er sein Bestes dazu gebe, was er habe. Aber leider habe I. nicht die Möglichkeiten, mehr für R. zu tun. I. stehe vielleicht bald „in einer großen Krise“, die über sein besseres oder schlechteres Verhältnis entscheiden werde, d. h. für sein „Bleiben oder Gehen“. I. entschuldige sich mit seiner Lage, die mit der Liberalität seiner Denkungsart wenig vereinbar sei. Die traurige Wirklichkeit der Verhältnisse störe ihn oft bei seinen besten Empfindungen und zwinge ihn, kalt und verschlossen zu sein, so dass er zurückgezogen und allein lebe. — Herr von Kotzebue habe eine neue Oper mitgebracht und wünsche, dass I. sie R. schicke, was er hiermit tue. Kotzebue wolle mit R. selbst in Korrespondenz treten. I. könne für die Oper nur etwas tun, wenn sie an die Stelle der Oper Sacontala trete. Für Sacontala wisse I. keinen Verfasser. Auf R.s neues Liederspiel freue sich I. Herr Baurat Moser meine, dass das  Das neue von Langhans errichtete Berliner Nationaltheater wurde am 1. Januar 1802 eröffnet.
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Haus
nicht Neujahr fertig werde.

Zitierhinweis

An Johann Friedrich Reichardt. Berlin, 29. April 1800. Dienstag (Regest). In: August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition, hg. v. Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 29.04.2019. URL: https://iffland.bbaw.de/v8/A0000019


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